Wer hat denn schon wieder die Text-Tür zugemauert?

Wiedereröffnung?

foto: remy

Jemand hat eine Tür zugemauert. Der Schlußstein verrät, dass 1708 hier ein Durchgang fertiggestellt wurde. Es muss gute Gründe für diese Tür gegeben haben. Und offensichtlich gab es gute Gründe, sie irgendwann  nach diesem Datum zu schließen. Sie passte vielleicht nicht mehr ins neue Nutzungskonzept des Gebäudes.

Türen gehören zu den frühen Menschheitserfindungen. Es sind Durchlässe, die stets einem Zweck dienten und dienen. Es gibt keine Türen ohne Sinn und Zweck. Die “Tapetentüren” des an amourösen und politischen Intrigen und Taktiken reichen 18. Jahrhunderts waren vermutlich die Glanzzeit der Tür schlechthin. Sie führten in geheime Kabinette, in die Schlafgemächer der Mätressen und Favoriten.

Keine Architektur, keine Epoche, ganz gleich in welcher Weltgegend, ist tür- oder durchgangslos. Auch Moderne und Postmoderne, die Missionare barrierefreier Zu- und Durchgänge, kommen ohne wenigstens einen Einlass nicht aus. Daran ändert selbst die reichlich strapazierte  “Transparenz” nicht viel. Es muss einen Punkt geben, durch den Menschen Räumlichkeiten betreten, oder wieder verlassen. Fehlt er, macht sich Ratlosigkeit breit.

Ein Raum wird

erst durch die Tür zu einem solchen.

Websites sind Räume. Kommunikationsräume sind auf Eingänge angewiesen. Die Besucher interessiert der Eingang, die Durchgänge, die inneren Verbindungswege. Um ins Innere einer Website zu gelangen, bedarf es der Texttüren. Sie sind das Wichtigste in einem Kommunikationsgebäude. Mit ihrer Hilfe ist Ordnung und Orientierung in den Inhalten erst möglich. Text-Türen haben daher zielführende Aufgaben. Durch sie erschließen sich Botschaften, Produkte und Positionierungen. Kein Kontext ohne Durchgang. Digitale Textstrategien funktionieren über Kontext. Deshalb: “Context Is King. Content His Queen.”

Jede Website benötigt eine Tür, die den Besucher zu ihrem inneren Zweck führt.

Konzentration und Leichtigkeit

Kreativwerkzeug

Wie kommt es, dass man unter der Dusche

oder beim Rasieren gute Ideen und klare

Vorstellungen bekommt?

Das eine macht locker; für das andere muss

man sich konzentrieren.

Es sind extreme Routine-Situationen, in denen

sich außergewöhnliche Gedanken einstellen.

Dazwischen liegt der Alltag.

foto: Wikipedia, Horst Burkhardt, Creative Commons



© Copyright volker remy creative business development . Vielen Dank für Ihren Besuch! Auf Wiedersehen!