Frau, gefangen in den Shorts eines Landwirts.

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Frau in Herrenshorts

Sexy, nä?

Ist zwar nichts gegen die etwas altmütterliche Männersommermodenschau FAZ.net. Aber bei diesem Herrn sind die Beine sehr gelungen, finde ich!


http://www.faz.net/s/RubB62D23B6C6964CC9ABBFCB78BC047A8D/Doc~E338FB3F028FB4DE0AA5CF9AA97BE156B~ATpl~Ecommon~SMed.html


Foto: Remy / leider lädt Wordpress das alles schief ein und hat noch nicht mal ein Tool, um die zu drehen. Oder doch?

Was issn diss?

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Die ersten drei richtigen Antworten erhalten ein kleines Buchpaket:

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“Wie man Aufträge angelt und mit Fischen spricht”

Akquiseberater für Freelancer und Agenturen in der Kommunikationsbranche.

plus

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“Der Imperator im Damensattel. Dein täglicher Triumph”

Out-of-the-box: Von Gehirnschlampen, Milliarden, und Grace Kellys Leben nach ihrem tödlichen Autounfall.


Rechtsweg und so: ausgeschlossen. Barablösung des Gewinns ebenfalls. Buchpaket wird postalisch zugestellt, Postadresse vonnöten. Datenschutz auch in dieser Hinsicht zugesichert. Macht was draus!

Fotos: Remy / Graco Verlag Berlin, Buchcover (m. freundl. Genehmigung)

Der Soziografische Mopsbeweis

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Nach meinen Beobachtungen hat sich die Berliner Mops-Population (wie ein Hochdruckgebiet von links nach rechts drehend) aus den westlichen Berlinbezirken Wannsee, Charlottenburg-Wilmersdorf, Zehlendorf und Schöneberg in Richtung Osten begeben. In Mitte und  Prenzlauer Berg ist er dieser Tage häufiger anzutreffen als CDU-Wähler.

Womit der Beweis erbracht wäre, dass Gutbürgerlichkeit und CDU längst keine siamesischen Zwillinge mehr sind - zumindest nicht in Mitte und Prenzlauer Berg. Mit jedem weiteren Mops in Prenzlauer Berg, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Bastion der Zufriedenen und Geldausgebenden das neue deutsche Bürgeridyll formt. Uns steht eine Renaissance des Biedermeier bevor. Er wird Schwangere in Empirekleidchen aus Microfasern zeigen, emsige Mütter und Väter, die mit digitalem Minimalaufwand einen real auskömmlichen Lebensunterhalt erzielen. Daneben läuft der Mops auf Spur.

Mit der auf das Nötigste und Angenehmste reduzierten Bürgerwelt ziehen die Prenzelberger an allen gängigen Brügerlichkeitsklischees der Republik souverän vorbei. Der Mops, als ständiger Begleiter arrivierter Ignoranz, ist für diese Entwicklung Indikator und sichtbares Symbol zugleich.

Foto: Mops in den Schönhauser Arcaden / Remy

Für Selbstdarsteller wird es eng.

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“Was machen wir nach dem Kino?”

Oder anders formuliert: Lösungen sind gefragt.

Rückblick: 2010 wurde Social Media eine Marketingdisziplin.

Es ist an der Zeit, sich von Dauerzweiflern und Nörglern zu verabschieden, wenn man nicht länger Teil eines defizitären Monologs sein will.  Das gleiche gilt aber auch für Web-Experten, die sich seit Jahren auf die Selbstdarstellerschiene 2.0 abonniert haben. Sie nutzten und nutzen die neuen Kanäle  lediglich als Ich-Vehikel. Sie gehen mir damit auf die Nerven.

Mit dem Jahr 2010 verschwinden spätpubertäre Tendenzen aus einem Thema, das sich gerade anschickt, die Finanzflüsse im Kommunikationsmarkt zu revolutionieren. Das tradierte Verhältnis zwischen Aufwand und Wirkung wird sich dramatisch verändern.

Vor dem Hintergrund eines sich entwickelnden seriösen Nachfragemarktes für Social-Media-Lösungen, stellt sich die Frage nach der kompetenten Grundausstattung entsprechender Dienstleister immer dringlicher. Grundrechenarten und Projektionsmathematik sind gefragt. Denn Marketingmanager benötigen Kenngrößen.

Nur über Parameter gelangen die neuen Kanäle in die Marketingbudgets. Mash-Up-Euphorien und ständiges Schwadronieren über eine angebliche kommunikative Überlegenheit von Social Media über weiß der Himmel was, sind der Sache abträglich. Inzwischen ist der tägliche Nachrichtenbrei wegen des hohen Anteils gesättigter Fettsäuren unverdaulich geworden. Ein Blick auf meine Sammlung solcher Nachrichten zum Thema genügt mir, um folgendes festzuhalten:

90 Prozent der mir bekannten US-amerikanischen Social-Media-News und Mash-Ups sind Redundanzen, die unaufhörlich wieder aufgewärmt, verbreit und als “mash” - Kartoffelbrei - wieder in die Vitrinen der Informations-Kantinen zurückgestellt werden.

Genauer hingeschaut heißt das:

70 Prozent der “News” und der daraus immer wieder neu generierten “Mash-Ups” sind Teil einer siebenmägigen Social-Media-Nachrichtenkuh, die von Avantgardisten und Verwurstern mit identischen Inhalten gefüttert wird. Die Verdauung basiert auf einem kontinuierlichen Vor- und Zurückwürgen vorgekauter Nahrung, bis der Darm das Zeichen zur Endfassung gibt.

Von diesen 70 Prozent beträgt der Anteil der für den deutschen Markt zu gebrauchenden Marketingaussagen maximal 20 Prozent. Insgesamt also ein verdammt dünner Brei, der keine Basis für eine Pro-Social-Media-Argumentation sein kann. Von einer Basis zur Budgeterstellung einmal ganz zu schweigen. Jedes Unternehmen, jeder verantwortlich handelnde Marketingmanager, würde keinen Schritt auf diesen dünnen Stelzen tun.

Mein Resümme: I’m no longer eating it!

“Lerne, deinen Verstand zu gebrauchen” (Kant). Den eigenständigen Gedanken folgen eigene Erfahrungen. Der globale News-Supermarkt kann kein Ersatz für Best-Practice sein. Nachbeten und Retweeten des sinnlosen Kartoffelbreis aus den Staaten macht niemanden zum Social-Media-Experten. Auch Kongress-Hopping, oder das Abhorchen von Erfahrungskonserven Dritter, wird unterm Strich keine belastbaren Antworten auf Fragen interessierter Unternehmen bringen. Wer jetzt immer noch Mash-Up-Phrasen mit Beratung verwechselt, wird verlieren.

Return On Investment


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Mit der Alternative zu den eindimensionalen (nicht-dynamischen) Kommunikationskanälen durch neue Technologien, werden nicht nur dialogisch neue und erweiterte Fundamente gelegt. Social-Media-Aktivitäten potenzieren den Return-On-Investment bereits durch die ihnen innewohnende technologische Dynamik. An einem einfachen Beispiel wird klar, wie fragwürdig daher die Parameter eindimensionaler Medien für die Reichweiten-Berechnung von Social-Media-Aktivitäten sind:

“Wie lange und wie oft das ausgewählte Medium genutzt wird, ist hierbei irrelevant, ausschlaggebend ist der einmalige Kontakt mit dem Werbeträger. Kontakt wird bei den verschiedenen Medien unterschiedlich bemessen. Kontakt mit einem Printmedium heißt, es wurde entweder mindestens zum Teil gelesen oder durchgeblättert, beim Hörfunk muss einige Minuten zugehört werden und beim Fernsehen mindestens eine Minute hingesehen werden.”

Hier wird schlagartig klar, dass im Währungsgefüge der traditionellen Reichweitenrechnung ein kardinaler Faktor fehlt: Konversation. Die alten Kanäle kennen sie nicht, sie sind für den Dialog nicht ausgestattet. Doch wie wir alle wissen, ist der am höchsten unterbezahlte Kommunikationsfaktor die Empfehlung - wenn’s geht in Echtzeit. Mit Hochspannung darf man auf die ersten Parameter für “Konversation” warten. Eine “Verzinsung des Wortes” steht auf dem Refinanzierungsplan der Mediaplaner.

Die Effizienz einer Investition in  TV-Spots oder Printanzeigen steht und fällt mit den Parametern, die die veröffentlichenden Medien dafür liefern. Ein klassischer Lehrsatz dazu lautet lapidar: “Reichweiten müssen nach einheitlichen Standards und Kriterien ermittelt werden, damit die Ergebnisse vergleichbar sind.” Dieser Satz wird auch als Maßstab an Social-Media-Aktivitäten gelegt werden müssen. Nicht etwa, um Social Media mit den klassischen Medien vergleichbar zu machen - das wäre erneut ein Schritt zurück in die alte Vergleichskultur - ein Nullsummenspiel. Social Media gewinnt nur dann an Überzeugungskraft, wenn die relevanten Kanäle für eigene Parameter sorgen. Sie sind das Handwerkszeug, mit dem neue Reichweitenmodelle gemeißelt werden können.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Reichweite_%28Medien%29

ENDE DES VERKEHRSBERUHIGTEN BEREICHS

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Unternehmen suchen Leute, die ihnen dabei helfen, all das zu verstehen. Sie suchen Leute, die ihnen auf spezifische Fragen spezifische Antworten geben. Denn wichtig bleibt nach wie vor eine alte Erkenntnis: Nachvollziehbare Argumente und Kennzahlen für die Wirtschaftlichkeit einer Maßnahme zu kreieren, ist nicht der Endpunkt eines Konzepts, sondern sein Herzstück.

Daraus folgt zwangsläufig, dass sich Social-Media-Experten auf die Frage konzentrieren müssen, wie sich der Return-On-Investment einer Social-Media-Kampagne errechnet. Das gelingt meines Erachtens dann am besten, wenn mit der Antwort gleichzeitig auch der Unterschied zum Reichweitenmodell der klassischen Kanäle deutlich wird.

Ein letzter Punkt: Social-Media-Expertise ohne grundlegende Kenntnisse der Gesetzmäßigkeiten der Klassischen Werbung wird in den meisten Marketingabteilungen als Rad-Prothese wahrgenommen. In der Wahrnehmung einer durch und durch auf “Klassik” geschulten Marketingabteilung kommt es dem Versuch gleich, einem Auto mit vier Rädern ein fünftes anzuschrauben. Dies geschieht vor allem dannn, wenn Social Media mit einem kontextfreien Argumentationsansatz aufwartet, heißt im Klartext: Wenn statt von einer “Dynamisierung” des Marketingbedugets von einer “Verdrängung der klassischen Kommunikation zugunsten des Internets” die Rede ist. Ein oft gemachter Fehltritt gleich zu Beginn einer Gesprächsanbahnung.

Dabei ist es so einfach, diesen Fehler zu vermeiden. Wer sich an die Zeit von 1997 bis 2000 erinnern kann, wird wissen, was ich meine. Damals verbrachten “Webevangelisten” Jahre damit, diversen Marketingmanagern und Unternehmern “das Internet” zu erklären. Dabei entstand bei ihnen nicht selten der Eindruck, sie müssten nun alles stehen und liegen lassen, und sich nur noch auf Onlinemarketing konzentrieren. Es ging in die Hose. Entweder weil Manager auf diesen Rat hörten, oder weil sie ihn komplett ignorierten.

Ich rede damit nicht dem Mittelmaß das Wort, sondern eher einer Art “Sondierungs-Strategie”, mit der Social-Media-Aktivitäten sanften Zugang in die Budgets finden. Ihren tatsächlichen und individuellen Wert müssen sie darin selbst erwirtschaften. #ROI

Abbildungen: Wikipedia, gemeinfrei

Kodak Booklet über Social Media

BAG IT!

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Sie taten es als eine der Ersten, und sie taten es sogar ziemlich offen und gründlich. Das Kodak Booklet, das die ersten eigenen Erfahrungen des Konzerns mit Social-Media-Kampagnen zusammenfasst und jedem Social-Media-Planer und -Operator wertvolle Hinweise und Gedankenstützen liefert. Danke Jeffie!

We have put this booklet
together to share some of
our thoughts and first-hand
experiences using social
media for our business. We
hope that you will find the information contained in this
guide useful in forming your business’s social media plan.

Jeff Hayzlett / Chief Marketing Officer / ViceP resident Eastman Kodak Company

http://www.kodak.com/US/images/en/corp/aboutKodak/onlineToday/Kodak_SocialMediaTips_Aug14.pdf

Eine kurze Geschichte der Social Media

Was bisher geschah:

Anno Domini 1993. Das World Wide Web flüchtet aus den Nebeln militärisch-geheimdienstlicher Kommunikationsmoore in die Freiheit. Niemand ahnt, dass diese Freiheit in 20 Jahren eine andere Welt erschaffen wird.

2000

Bereits zur Milleniumswende zeigen sich erste Lichter am Horizont.

“New Economy” hießen die Leuchttürme, die am Ende keine waren. Aber das Licht war echt. Es sollte in anderen Stärken und Formen wiederkehren….ein paar Jahre später. Die Revolution rumorte als tiefer Erdrülpser weiter. Wenige vernahmen das Kommende.

Vor allem die Könige und ihre Hofstaaten sind noch völlig ahnungslos…


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Unser Foto zeigt Könige, Fürsten, Herzöge, Grafen, Barone sowie diverse Hofschranzen während einer Ü50-Party.

Nebenberuflich sind sie Verleger, Vorstandsvorsitzende, Bänker, TV-Bosse, Journalisten, Medienmacher, Filmproduzenten, Chefs von Werbeagenturen und Politiker.

Kennt man ja: Die Party tobt, aber draußen ist’s schon glockenhell. Doch es war die letzte Party so gänzlich “entre nous”. Technologien und User derselben rütteln schon an den Absperrungen und Toren.

Wir schreiben das Jahr 2004

“Warum essen sie denn keinen Kuchen?”

(Marie-Antoinette zu ihrer Zofe, nachdem sie der Königin mitgeteilt hatte, dass “die Leute” draussen hungern - vor allem nach Freiheit)

Bereits seit Mitte der Neunzigerjahre hatte sich ein Teil des Volkes heimlich selbständig gemacht. Und im Jahr 2004 gab es auf einmal 20 Millionen Blogs.

Eine Gegenöffentlichkeit zur Veröffentlichten Meinung war entstanden. Ratlosigkeit bei Hofe, Nervosität macht sich breit. Es will will doch nicht etwa jeder seine eigene Meinung? Eilig schaut man im Duden nach. Tatsächlich! Da steht ‘Meinung’!

“Wäääär waaaar dasssss?”


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Die Welt um 2005

Unsere Korrespondentin, Fräulein Marianne, hatte zwar eine leichte Fahne, war aber nüchtern genug, um das Volk über die Absperrungen zu führen. Die Dinge waren nicht mehr aufzuhalten. Welche “Dinge” eigentlich?

Das Ding mit dem Video, zum Beispiel. Man kann sie im Wohnzimmer produzieren und anschließend hochladen. Es kostet nur den Bruchteil an Zeit und Geld, verglichen mit der Zeit vor 2005. Neben offiziellen Bildern der Staatsmedien oder Reklamesendern, können wir heute den tödlichen Steckschuss, mit dem ein iranischer Geheimpolizist eine Demonstrantin tötet, fast live miterleben. Die Tagesschau übernimmt Youtube-Filme einer Privatperson. Solche Dinge eben.

Aufruhr bei Hofe. Aus Nervosität wurde Hektik. Erste Verzweiflungstaten kündigen sich an ….

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Mit Web 2.0

war die Geduld

des Ancien Regime

zu Ende.

Die Nerven auch.

Könige, Fürsten, Herzöge und Schranzen lassen aus allen Rohren feuern. Das Feuilleton sagt: ‘Blogs? Braucht kein Mensch!” und kichert doof. Aber natürlich sind sie total nervös. Vor allem gekränkt, da sie erkennen müssen, dass es keinen Grund mehr zur Eitelkeit gibt, wenn erst einmal tausende anderer Wortbegabter zu Feder und Kamera greifen. Ungefragt und doch von einem Millionenpublikum beachtet.

Unternehmer meinen “Social Media? Rechnet sich nicht!”, und versenden ihr millionstes Direct-Mailing. Aber natürlich sind auch sie beunruhigt, da sie merken, dass sich ihre Kunden untereinander über ihre Produkte unterhalten. Und das vor einem Millionenpublikum. Sowas hätte es früher nicht gegeben. Aber jetzt? Nicht mehr nur das Produkt hat eine Stimme sondern auch die, die es kaufen. Die Konsumentenrevolution geht soweit, dass Kunden die Beschaffenheit eines Produktes bestimmen.

Parteizentralen spotten: “Social Media? Damit werden wir auch noch fertig!”. Aber natürlich merken sie, dass das Wahlvolk sich von den manipulierten Parteimedien abwendet und sich von Jahr zu Jahr eine immere differenzierte eigene Meinung leistet. Oder gar keine, oder eine völlig andere. Politik und Politiker stehen unter Beobachtung. Die Hofberichterstatter und Saufkumpeljournalismus beherrschen das Meinungsterrain nicht mehr allein. Die korrumpierte Meinungmache gerät ins Visier der Social-Media-Fahnder.

Die ganz Schlauen meinen, “Social Media? Das gibt sich wieder, ist ein Hype.” Aber natürlich sind das die größten Angsthasen, weil sie gar keinen Plan mehr haben, wie sich die mediale Welt entwickeln wird. Sie hatten schon Fräulein Marianne nicht kapiert.

Die Dinge geraten in atemberaubender Geschwindigkeit ausser Kontrolle. Youtube, Facebook, StudiVZ, Wer-Kennt-Wen, FlickR, MySpace, Xing, Twitter etc.


Wir schreiben das Jahr Heute

Social Media hat die Kommuniaktion verändert. Vergleichbar mit dem Ende der Eiszeit, wo das sich  zurückziehende Eis vollkommen neue Landschaften hinterließ.

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Social Media ist kein Spartensender mit Einschaltquoten. Es ist gar kein Sender. Es ist auch nicht “viele Sender”. Es ist die logische Dynamik, die sich parallel zu den jeweils neuen, zur Verfügung stehenden Technologien entwickelt und sich seiner Internet-DNS entsprechend bedient und ausweitet. Neben der Informationsbeschaffung und -übermittlung als primäre Sinngebung, ist Social Media die zweite Sinn- und Bewusstseinsstufe im Internet.

Fotos: Wikipedia, gemeinfrei. Copyrights abgelaufen, oder wegen zu geringer Schöpfungshöhe nicht schützbar.

Twitteratio *** Tools’n'Fools

Bei Twitter herrscht ein ungewöhnlich zivilisierter Ton. Dabei ist es weit davon entfernt, zum Plauderkabuff zu verkommen, wo Leute chatten und sich virtuelle Drinks und Erdnußschälchen über den Tresen schieben. Noch herrscht entspannter Flow. Informationen, Verweise, Kurzkommentare, Blitznachrichten und immer wieder wertschätzende Zeichengebung. Vor allem ungeheuer witzige Wortschöpfungen und Sinn-Osmosen. So manche TV-Gag-Fabrik sieht daneben wirklich wie eine Fabrik aus. Der Fundus an Wortwitz und spontan wirkendender Schlagfertgkeit ist es, was das Medium für mich vor allem anderen auszeichnet. Die ‘Situation’ ist der Taktgeber.

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Die Maulbreite des Schraubenschlüssels orientiert sich am Durchmesser der Schraube, die man drehen will. Foto: Gerd Wrigge & Ilja Gerhardt, 2003, GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

http://de.wikipedia.org/wiki/GNU-Lizenz_f%C3%BCr_freie_Dokumentation

Hier ein paar Trips, wie man sich trotz (oder wegen) nur 140 Zeichen differenzieren und profilieren kann, ohne den größten Twitter-Fauxpas überhaupt zu begehen: omnipotent zu erscheinen.

Nicht mehr als 20 Tweets pro Tag. Auch nicht unbedingt täglich auszuschöpfen. Anwesenheitspflichtgefühle bei Twitter führen in die Irre. Niemand führt Listen darüber. Man ist da oder nicht. Keine Hypertweetilation! Das Followerkonto steigt vielleicht langsamer, dafür sinkt die Fluktuationsrate. Was will man mehr im Moment?

Jeder Tweet ist eine lakonische Stilübung. Er kommt am besten an, wird öfters retweetet und schärft die Wahrnehmung bei Dritten. Wer den lakonischen Stil geschickt kultiviert und ihm treu bleibt, wird schneller erkannt und gemerkt.

Onlineshopbetreiber sollten sich auch als Light-Entertainer profilieren. Nur Shoplinks pusten, ist öde und stößt auf Ablehnung. Besser ein Mix aus Shoplinks und Mainstreamflitter. Produktverwandte Links zu Unterhaltungs-, Profan- und Lifestylethmen gehören zur Pflicht. Mode, Horoskope, Trends, auch mal Skurrilitäten. Gern gesehen: Links zu Statistiken und Mafos. Das Netz ist voll davon. Enrichissez-vous!

Tweets der Follower wirklich querlesen. Interessantes retweeten, oder mit „RT“ individuell kommentieren. Letzteres ist wirksamer. Das Anlegen von Listen ist eine sinnvolle Archivmaßnahme, aber ist auch nicht zwigend. Sie dienen dem persönlichen Überblick und sind Zeichen besonderer Wertschätzung. Ich war bislang zu faul dazu.

#ff-Ritual geht klar, solange die Zahl der Follower überschaubar ist. Trotzdem sollte man ab und zu dieser liebenswerten Schrulle huldigen, einfach um sich dem Fluss und Floß erkenntlich zu zeigen, mit dem man schließlich selbst schwimmt. Einen inneren Zwang sollte man aber nicht verspüren, andere grüßen zu müssen. Ein individuelles #ff zwischendurch ist immer eine gern erlebte Überraschung.

Wer zehnmal so vielen Leuten folgt, wie die Zahl der eigenen Follower anzeigt, gilt zumindest als ambitioniert. Wer Twitter gar als Vorstufe zur CRM-Datenbank sieht, und womöglich noch den DM-Button wie ein Stroboskop benutzt, ist raus. Ich schaue mir die ersten beiden Tweetseiten eines neuen Followers an, seine „Bio“ und das Foto. Meistens ist dabei der erste Eindruck der richtige.

Es gibt viele Stimmen, die vor dem Einstellen von privaten Sequenzen ins Netz warnen. Das sehe ich zumindest im Fall von Twitter differenzierter. Wer über eine gute Intuition verfügt, wird sich nicht kotzend bei Twitpic verewigen und es auf der Twitter-Timeline sicherheitshalber noch mal um den Globus senden. Das Foto vom Kater auf dem Schrank, der Besuch beim Bäcker, oder das Tresenbild in einer Bar, kann nicht beunruhigend sein. Wer also das Gefühl hat, noch über bürgerliche Schamgrenzen zu verfügen, kann sich kleine Türschlitze ins Private leisten. Ich muss der Welt nicht mitteilen, dass ich angetrunken bin, kann aber verraten, dass ich mich gerade köstlichst amüsiere.

Bonmot-Kulturen sind mit das beliebteste, was ein Medium bieten kann. Es ist kein Zufall, dass das gute alte Zitat niemals ausstirbt. Mit wenigen Worten kann man die Aufmerksamkeit von Menschen gewinnen, und sie sind dankbar dafür. Man kann auf Bekanntes aus der Zitatedatenbank zurückgreifen, oder, wenn der eigene Esprithaushalt es zulässt, mit Eigenkreationen glänzen. Die für Twitter eigens eingerichteten Bonmot-Archive zeigen deutlich, wie hoch die Wertschätzung für den Sekunden-Esprit gehandelt wird.

Das „Ich-Tool“ Twitter zeigt, dass es ohne die anderen „Ichs“ kein eigenes Ich geben kann. Den Balanceakt zwischen Mainstreamverhalten (Schwarm) und der Herausbildung eines eigenen Sekundenprofils, verlangt nach Verzichtbereitschaft. Immer öfters erwische ich mich dabei, wie ich eilig hingetippte Tweets wieder lösche. Das “Twitter-Ich“ lebt von ganz bestimmten Ausdehnungen. Weder Omnipotenz noch sporadisches Reinschneien bringen was.

P.S.

Es geht schnell mal vergessen: Links zum eigenen Blog werden dann wertgeschätzt, wenn der Beitrag dort frisch ist. Auch mit einer kleinen Twitpic-Scharade kann man angenehm überraschen. Privates kommt gut an, aber auch Momentaufnahmen aus dem Alltag besitzen ihren Reiz. Links zum “Ich-Pool” sind ein Vertrauensbeweis des Linksetzers in die Anonymität. Aber wie gesagt, nur anders ausgedrückt: Man kann auch an der Oberfläche Charme versprühen. Vielleicht sogar nur dort ;-)

Unique Content

Ich

bin nicht

wesentlich

arroganter als

jemand, der ni

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“Never try to keep up with the Joneses. Drag them down to your level. It’s cheaper.” - Quentin Crisp - Informationen zum Phänomen:

http://www.crisperanto.org/index1.html

Foto: Graham Colm, GNU-Lizenz zur freien Dokumentation

http://de.wikipedia.org/wiki/GNU-Lizenz_f%C3%BCr_freie_Dokumentation


chts kann.“

-inmemoriam-

texte…er…dochmal…wass.

GUTE TEXTER

In endlosen

Stunden ha


be ich vers


ucht, mein Textlasso

um den Hauptmast

zu werfen. Zwecklos. Schließlic

h gab ich d

e


n Befehl zum

Entern. Die

Konfettik

anone gab das


Signal und hunderte Barbies machten sich

auf den Weg, den Kapitän des feindlich

en Schiffes zu verführen. Ich hörte ihn lang

e stöhnen und

schreien, dann

wurde es plötzlich still.Der Abendwind schickte eine Prise

Curryrosenduft

vom Festland

herüber. Meine

Mission war zu Ende.

erschichten Gefinden.


Imagebroschüre für Mosaik-Künstlerin

“Die von Volker Remy erstellte Image-Broschüre ist einfach toll geworden, wirklich professionell. Wer sie in die Hand bekommt, lobt sie. Ich bin froh, diesen Texter “gefunden” zu haben und empfehle ihn uneingeschränkt und gerne weiter.”


foto-frau-hagen-mosaik

Sharchen-Beata Hagen, Mosaik-Künstlerin, Marburg / Lahn


Projekt: 20-seitige Imagebroschüre, vierfarbig, Fomat A4

Aufgabenstellung: Vermittlung von Sharchen-Beata Hagen als künstlerische Person in Einheit mit einer repräsentativen Projektübersicht ihres künstlerischen Schaffens sowie dem verkaufsfördernden Aspekt für ihre Arbeiten.

Zielgruppen der Broschüre: Öffentliche Stellen und Institutionen, private Auftraggeber und Institutionen, Amtsträger, Politik und Wirtschaft allgemein.



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