Bin noch da.
Ich lebe noch. Und ich bereite ein paar neue Einträge vor. Leider hatte ich in den letzten Wochen wenig Gelegenheit, mein Blog zu pflegen. Kommt halt mal vor, es gab (und gibt) jede Menge zu tun für mich. Aber: Ich hatte schon so etwas wie ein schlechtes Gewissen, hier wochenlang nichts geschrieben zu haben (negierendes Plusquamperfekt?) Da hier keine Mietköche für mich schreiben, blieb die Küche eine Zeitlang kalt. Ich habe mich trotzdem gefreut, dass eine konstante Anzahl von Lesern jeden Tag nachschaut, ob etwas neues drinsteht. Ende der Woche geht es jetzt weiter.

Was mir die ganze Zeit nicht aus dem Kopf geht, nervt irgendwann. Die Erkenntnis, dass zuviele Ideen den Kopf verstopfen, fühlt sich klamm an auf der nackten Haut. Dann lieber doch oben ohne noch was warten. “Oben ohne” - mit leerem Kopf die Dinge betrachten - welch ein Luxus. “Abräumen” ist auch ein persönliches Motto für 2012. Wenn Jahreswenden für etwas gut sind, dann dafür. Damit wäre es Zeit für Erkenntnis No.2: Abräumen ist der Weg zu einer neuen Ordnung. Und jeder Ordnung ging einmal das Chaos voraus. Häufig widersetzen sich Menschen dem natürlichen Ablauf vom Chaos hin zur neuen Ordnung. Sie begreifen “das Neue” als Bedrohung, freilich ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass “Transformationen” zu den großen Konstanten der Menschheit zählen.”Veränderung” und “Sicherheit” sind keine Gegensätze. Das Gegenteil von “sicher” lautet nicht “unsicher”, sondern “starr”.
Das wird auch ein Thema des neuen Jahres. Bis die Tage.
foto: remy
Inspired by BMW

Eine schöne, stille Broschüre fing meinen Blick auf der letzten IAA. Porträt-Prosa. Storytelling. Leute, und was sie im Leben tun. Kein Auto, nichts.

Rückblende: Als Kind mochte man nicht nur die Geschichten, sondern auch die Menschen, die sie uns abends am Bett vorgelesen haben. Erzähler sind genau so beliebt, wie die Storys, die sie erzählen. Mit deutlicher Stimme, dezent intoniert. Smart Positioning.
fotos: remy / broschüre made by dear robinson, münchen
Innovation der Woche

Wenn man das Feiern als solches zusammenfasst, kommt meistens was sinnvolles raus. In einer der kreativsten Kommunikationsagenturen Berlins wird auch nach 19 gewonnenen Perlwein-Präsentationen…

der Champagner nicht kalt. Natürlich könnte man diesen Untersetzer auch zweckentfremden, zum Beispiel für…

abgängige Kaffeekannen, denen es auf der Maschine zu heiß geworden ist. Wie dem auch sei: Pures Sammeln von Erfolgen bedeutet am Ende wenig, wenn man nicht versteht, etwas draus zu machen.
foto: remy / innovated by graco berlin


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